Feber 15

Jaaaa, es ist daaaa! Das Motiv wird manchem bekannt vorkommen: ist auch Absicht! 
Wunderschön und bunt, nicht zu dick aber seeehr unterhaltsam. Die erste Buchpräsentation findet in unserem Heimatort St. Michael am 20.2. um 19 Uhr in der Schule statt. Die Gemeinde unterstützt mich da ganz großartig. Für alle, die es nicht zu diesem Termin schaffen, wird es voraussichtlich in Güssing, Stegersbach, Graz, Wien und New York ;-) eine zweite Chance geben. Termine bald verfügbar. Zu bestellen direkt bei mir unter wwweber@direkt.at um € 16,90 ( plus Versand € 1,60 für Österreich, € 3,60 Rest EU), beim großen Versandriesen oder in jeder Buchhandlung. Vielen Dank; ihr unterstützt damit hauptsächlich die burgenländische Wirtschaft in Form des Verlages – und mein Ego auch ein bissl!

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Buchbestellungen unter Angabe von Namen und Adresse bitte direkt per mail an wwweber@direkt.at um € 16,90 (plus Versand € 1,60 für Österreich, € 3,60 Rest EU), beim großen Versandriesen oder in jeder Buchhandlung.

Jänner 15

Johahn vermisst seinen kleinen roten Freund Rosso – und wir auch. Mit ihm konnte er so herrlich übers Land blicken und Männergespräche führen… 
Ich hab den kleinen Wilden gezähmt indem ich ihn mit Katzenfutter angelockt und aufgepapperlt hab: Unter seinem wuscheligen Fell hatte er nur Haut und Knochen – und ein ganz liebesbedürftiges Wesen. 
Trotzdem hat es grad gepasst, als Michi eine neue Katze suchte und Rosso gleich mitnahm. Wir haben eh schon vier – auch ganz liebe!

Winterruhe, Baumschnitt, Schaffleisch – das Programm für die kalte Jahreszeit; und Apfelsaft trinken!  Heuer haben wir dank Putin unseren eigenen Apfelsaft vom Fass! Und das kam so: weil die Russen keine österreichischen Äpfel mehr importierten, sank der Preis für unsere Super-Bio-Sortenraritäten auf 6 Cent pro Kilo! Da haben wir doch lieber 200 kg selbst gepresst und 100 Liter in das Druckfass von Onkel Heinz gefüllt. Drei Ruhemonate später haben wir unseren eigenen, nicht pasteurisierten, nicht gezuckerten, nicht gefärbten, nicht quer über den Globus transportiert und abgepackten Cidre! Schmeckt großartig.
Jetzt dauert's nur noch Tage bis das Buch raus ist. Ich bin unsagbar aufgeregt!

Dezember 14

Ja, die schlimmsten Befürchtungen sind eingetroffen: fast alle Bienen sind weg und der Rest tot! Nicht, dass Gerhard sich nicht auskennt: aus der ganzen Region gibt es Horrornachrichten von den Imkern. Wo soll das hinführen? Wer wird nächstes Jahr unsere Blüten bestäuben? Müssen wir wie die Chinesen selbst mit Pinseln ausrücken? What’s next?
Da bin ich doch richtig froh, dass es in der Vorweihnachtszeit so wunderbare Geschenketipps gibt und (ab jetzt Original-Zitate) „Glücklich-mach-Aktionen: man kauft, kauft, kauft heuer ferngesteuerte Aromadiffuser, heliumgefüllte Schiunterwäsche, Brillantgolduhr mit rosa Saphiren, High-End Penthouse mit Concierge-Service, Holz-Lego, Liliputbahnfördermitgliedschaft, smartphonegesteuerte Drohne, 16-Millionen Farben digitalgesteuertes Beleuchtungssystem, Kupferweihnachtsmann-münzen, zehenfreie Stiefeletten, Barbiepuppe mit aufklebbarer Cellulitis, nummerierte Schnitzelpanierteller“ und ähnlichen Wahnsinn.

Was für uns wirklich zählt, sind die Neuerungen im Hühnerstall: nicht nur 5 neue Hühner zugekauft sondern auch ein kleiner roter Kater zugelaufen. Unter dem Motto „Ich glaub ich bin ein Huhn“ 

schläft er im Hühnerstall, frisst Küchenabfälle und kuschelt bei Kälte mit den dicken Sulmtalerinnen.

November 14

Die schönsten Seiten unseres Aussteigerdaseins sind grade im Porschebank-Magazin erschienen – nicht weil wir seit neuestem einen Porsche fahren, sondern weil sich immer mehr Leute für unser Lebensmodell interessieren:


In diesem Sinne arbeite ich intensiv an meinem Buch, bzw. lasse Novumverlag arbeiten. Ende Jänner soll es dann soweit sein, dass „Aussteigen für Anfänger – Einwandern im Südburgenland“ erscheint. Bin selbst schon gespannt, wie sich unsere Geschichte gebunden anfühlt!

Herrlich, diese Sonnentage im November! Manche ärgern sich, dass sie nochmal Rasenmähen müssen. Wir denken an die Natur, die von den Wetterkapriolen durchgerüttelt wird: viel zu warmes Wetter für die Pflanzen. Veilchen, Primeln und Erdbeeren blühen nochmal, aber die Bienen haben ihre ganze Energie schon für den Winter gedrosselt. Doch da fliegen jetzt immer noch Wespen, die sich mangels anderer Nahrung an die Bienenvorräte im Stock heranmachen und ganz nebenbei auch noch die geschwächten Bienen zerbeißen. Gerhard sieht nach zwei leergeräumten Stöcken schwarz fürs nächste Jahr, denn auch die verbliebenen drei sind arg in Mitleidenschaft gezogen. Heißt: wahrscheinlich bald keine Bienen mehr auf unserem Hof!

Oktober 14

Die schönsten Sommertage hatten wir heuer ja im Oktober: baden bis 20., Himbeeren bis 30. und so manches Gemüse kommt jetzt erst in Fahrt: Endivie
und die experimentellen lila Kohlsprossen
haben noch bis Jahresende Zeit im Beet.
Vor dem Frost dürfen die Hasen noch die schönen Cosmea-Blüten knabbern.
Frustig sind nur die zerstörten Träume, weil uns der Nachbar seinen Acker doch nicht zur biologischen Bearbeitung überlässt. Dabei hatten wir schon Pläne für die nächsten Jahre: Leguminosen ansäen zum Entgiften, Weidekräuter säen, Zaun errichten, Schafherde vergrößern, Minikühe anschaffen… Alles nix. Wir bleiben bei unserem Leisten, sprich: bei unserer Grundgröße – hat vielleicht auch sein Gutes: wir halsen uns nicht noch mehr Arbeit auf.

September14

Unsere Uhudlertrauben

ergaben eine lukullische Köstlichkeit für mehrere Wochen und werden uns als Saft noch durch den ganzen Winter begleiten. Himbeeren reichen noch immer fürs Müsli, und den Kürbissen hat der viele Regen auch nicht geschadet:
Richtig, es gab drei Tage lang Kürbis!
Das Projekt Bioklohütte wurde schließlich fertiggestellt:
Was vielleicht aussieht wie ein gewöhnliches Plumpsklo ist im Inneren (den Anblick erspar ich euch) aber ein ausgeklügeltes System zum Trennen von Flüssigem und Festem. Beides jeweils als Dünger bzw. gut verrottet im Kompost zu verwerten. Neben der praktischen Seite, im Garten schnell mal ein Häusl zu haben, spart das Ding natürlich kostbares Wasser und Abwasser! Ein weiterer Schritt den Kreislauf im Garten am Laufen zu halten.