September14

Unsere Uhudlertrauben

ergaben eine lukullische Köstlichkeit für mehrere Wochen und werden uns als Saft noch durch den ganzen Winter begleiten. Himbeeren reichen noch immer fürs Müsli, und den Kürbissen hat der viele Regen auch nicht geschadet:
Richtig, es gab drei Tage lang Kürbis!
Das Projekt Bioklohütte wurde schließlich fertiggestellt:
Was vielleicht aussieht wie ein gewöhnliches Plumpsklo ist im Inneren (den Anblick erspar ich euch) aber ein ausgeklügeltes System zum Trennen von Flüssigem und Festem. Beides jeweils als Dünger bzw. gut verrottet im Kompost zu verwerten. Neben der praktischen Seite, im Garten schnell mal ein Häusl zu haben, spart das Ding natürlich kostbares Wasser und Abwasser! Ein weiterer Schritt den Kreislauf im Garten am Laufen zu halten.

August 14

Die tragischeste Auswirkung des feucht-kühlen Wetters in diesem „Sommer“ war das Auftreten der Braunfäule auf allen meinen 70 bis dahin wunderschönen Paradeiserpflanzen.
Innerhalb von zwei Wochen wurden alle Früchte dahingerafft, sodass mir nichts anderes übrig blieb, als meine zu erwartenden 200 Kilo zu Grabe zu tragen. Sehr traurig.
Sehr positiv wiederum entwickelten sich andere Früchte, wie Fisolen, Zucchini und heuer erstmals Mexikanische Minigurken.
Was aussieht wie Wassermelonen, ist im Original nur 2 cm groß und schmeckt zitronengurkig – sehr ulkig.



Juli 14

 
Himmlisch ist alles was von oben kommt: in diesem Monat vor allem der Regen. Wasser, Lacken, Gatsch überall. Dachten wir im vorigen Sommer an den Anbau von Steppengras, so passen zum heurigen Wetter eher Wasserkartoffel…
Die Bienen sind sowieso schon seit den Frühsommertemperaturen im März verwirrt und mussten sich in den Schlechtwetterperioden jeweils von ihrem eigenen Honig ernähren, sodass für uns fast nichts übrig bleibt. Die gute Nachricht: unser Honig wird deswegen nicht teurer – wir verkaufen nämlich dieses Jahr gar keinen!
Emily hat ihre Brutzeit von ca. 24 Tagen wirklich durchgezogen und 6 kleine Entenbabys schlüpfen lassen. Alle unsere Entlein sind nach einer Gewöhnungsphase im „Kindergarten“ jetzt schon auf der großen Wiese unterwegs.
Die Schnecken hatten ja eh schon wahnsinnige Sehnsucht!!!

Juni 14

Die 250 Heupackeln sind eingebracht, der Muskelkater abgeklungen. Die Schafe haben sich so über das frische Heu gefreut, dass gleich unser zehntes Baby DIECI auf die Welt kam. Auch Emily scheint es ernst mit dem Nachwuchs zu meinen und sitzt seit ein paar Tagen konsequent auf ihren Enteneiern. Emil fühlt sich ein bissl verloren, so allein durch den Garten zu watscheln, nützt aber seine Single-Zeit - nein, nicht zum Fußballschauen, sondern -  für ausgiebige Bäder und Federnpflege. 
Himbeeren sind die neuen Erdbeeren: heuer haben sie sich prächtig entwickelt und erfreuen uns bis jetzt schon mit 40 Kilo als Eis, Creme, Torte, Essig,
Marmelade und dem himmlischesten Himbeersaft. Bei den Supermarktpreisen von €16 wären wir bald Himbeer-Millionäre; hoffentlich geht sich das mit der zukünftigen Millionärssteuer aus...

Mai 14

Noch einmal ein Blick auf Nachbars (diesmal sogar) Soja-Acker: weil ihm das Pflügen quer zum Hang zu mühsam ist, fährt er seit Jahrzehnten längs den Hang runter. Dass es ihm bei jedem größeren Regenguss die obere Erdschichte wegschwemmt bis in den Wald des nächsten Nachbarn und weiter auf unsere Schafweide, kümmert ihn nicht. Der Gatsch mit dem abgeschwemmten Dünger liegt eh bei unseren Schafen - und weiter unten im Dorf wundert man sich über Muren!
 
Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr das geknechtete Feld übernehmen können und dann Wiese und Weide darauf ansäen können.
Das Positive bei diesem herrlich feucht-schwülen Wetter: es wächst und wächst. Arthur ist unser Maß:
 
wenn ihm der Mangold über den Kopf wächst, ist es Zeit für Mangold-Auflauf, Mangold-Strudel, Mangold mit Spiegelei. Wenn das Gras Arthurs Höhe erreicht, ist es Zeit zum Mähen. Zum Heumachen müssen wir nur noch auf 5 heiße Tage warten, damit wir die Heuballen ins Trockene bringen.

April 14


Alles läuft rund: Schäfchen „Nove“ Nummer 9 wurde als Osterüberraschung geboren, Kaninchen vervielfältigen sich und wir müssten uns auch teilen, um alle Frühjahrsarbeiten rechtzeitig zu schaffen. Die Witterungsbedingungen sind ja ideal für unser junges Gemüse und das Unkraut. Auch tausende Raupen fühlen sich sehr wohl auf unseren Kirsch-, Apfel-, Birnbäumen und Rosen. Alle Blätter haben sie an- bis abgefressen. Die Biester haben von mir schon eins drüber gekriegt mit Brennnessel-Wasser, Brennnessel-Jauche und Rhabarber-Tee. Sehr beeindruckt waren sie nicht. Insektengift würden ihnen zwar den Garaus machen, aber dafür auch unseren Bienen und den anderen Nützlingen schaden und ein anderes Ungleichgewicht bewirken…
Die Nachbar-Bauern führen’s uns ja vor, wie’s nicht geht: Den Boden möglichst solange behandeln, bis nix mehr wächst:
Könnt ma eigentlich den alljährlichen Kukuruz auch auf an Plastiksackerl anbauen, oder? Der abgewandelte Greenpeace-Spruch: Wenn das letzte Unkräutl welk ist, die letzten Bienen am Boden liegen, der letzte Kukuruz mutiert ist, werden sie dann merken, dass man Geld nicht essen kann?

März 14

Heuer blüht alles schon 4 Wochen früher als voriges Jahr, eine Woche früher als „normal“. Täglich ein neues optisches Erlebnis: Palmkatzerln, Forsitien, Schlehen,
 
Wildkirschen, Pfirsich,
 
Ranunkel und heute noch die Zwetschken. Alles duftet und summt von unseren Bienen.   
Einen neuen Kaninchenversuch gibt es wieder: nachdem es mit Cappuccino nix geworden ist, versuchen wir’s mit Cafelatte – richtig, er ist weiß und braun.