Jänner 14

Wie gewünscht kam am 24. der erste Schnee – allerdings Jänner! Einige Pflanzen hatten schon zur Blüte angesetzt,
Knospen befanden sich in Warteposition wie sonst im März. Und dann überraschte sie doch noch die Kälte. Bei unserem Job ist man halt voll den Wetterkapriolen ausgesetzt, also mit Ernte, Einkommen und Auskommen den Launen der Natur ausgeliefert. Eigentlich wie die Bienen – die haben den verlängerten Herbst durchgearbeitet, statt sich fürs Frühjahr zu schonen. So haben wir wieder mal 2 von 5 Bienenstöcken leer vorgefunden.
Die Katzen haben sich vorsorglich ihr dickes Fell aufgehoben, stärken sich für alle Fälle an den kleinen Nagern im Stall und am Misthaufen. Trotzdem erwarten sie täglich ihre Ration vor der Terrassentür
 – um sich dann erschöpft im Körbchen zu wärmen.

Dezember 13

Happy Family zu Weihnachten:
Pünktlich zu unserem Lieblingsfest, der Wintersonnenwende, wurden nach Cinque und Sei auch Sette und Otto geboren. Endlich Zwillinge – und das gleich im Doppelpack. Die zwei Großen wurden zur Weihnachtskekserlsaison mit der Hinterseite in weiße Schokolade getaucht! Scherz! Sind auch so süß genug!

November 13

33 selbstgezogene und ausgesetzte Uhudlerweinstöcke werden uns in den nächsten Jahren sicher viele Kilos Vitamine und zahlreiche Liter Geschmack einbringen.
Damit auch die Großstädter zu gesunden burgenländischen Schmankerln kommen, belieferten wir den Adventmarkt des Gasthaus Seiser im 17. Bezirk. Ebenso wie beim „Bauernhofprodukte aus dem Kofferraum-Verkauf“ vor Gerhards ehemaliger Firma, gingen Marmeladen, Chutneys, getrocknete Steinpilze, Honig und Eierlikör wie die warmen Semmeln weg. Schmecken soll’s euch!

Oktober 13

In diesem warmen Spätherbst können wir uns immer noch von der grünen Wiese unser Mittagessen holen:
 
Pilze, Mangold,
Salat und ein paar Paradeiser aus dem Glashaus ergeben noch einige herrliche Mahlzeiten. Keine Angst wegen der Schwammerln: Gerhard ist ja Experte und es gab auch noch nie Beschwerden von Überlebenden ... 
Die Pechsträhne mit den Hasen reißt nicht ab: der semmelfärbige Samy war zwar hübsch anzusehen, konnte aber seine Potenz mit je einem Jungen (statt wie üblich 8-10) von drei Müttern nicht unter Beweis stellen. Da schien die Lösung aus Wien zu kommen:
Cappuccino wurde uns als Zuchtrammler geschenkt, stellte sich aber als kleines zartes Mädchen heraus – wird wohl wieder nix werden mit dem neuen Stammbaum!
 
 
 

September 13


Nach einer guten Honigernte bereiten sich die fünf Bienenvölker und der Imker langsam auf den Winterschlaf vor.

Trotz massivem Dünger- und Pestizideinsatz der umliegenden Bauern hoffen wir auf gute Überlebenschancen und die EU, damit der Giftwahnsinn eingedämmt wird. Auch die gut genützte Badesaison neigt sich mit einer letzten Segelfahrt im Herbst dem Ende zu.

Bei angenehmen Septembertemperaturen können sich auch die Spinnenblumen noch einmal richtig entfalten.
 

 

August 13

Keine Küken, und weniger Kaninchen-Babys, also ein zögerlicher Start des neuen Stammbaums von Samy, aber alle Jungen sind verschiedenfarbig und haben Papas Nasenzeichnung!
Die Trockenheit ist nach 8 Wochen fast ohne Niederschlag jetzt überwunden. Bleibende Schäden sind uns noch nicht aufgefallen, obwohl sich die Natur schon sehr zur Wehr gesetzt hat: Him- und Brombeer fuhren extra Dornen aus, Sonnenblumen, Melanzani- und Tomatenstauden sind ganz schön kratzig, von dem toxischen Grünzeug der Pastinaken bekam ich Brandwunden und sogar die Gurken haben Stacheln – nein, nicht die vom G’schäft, nur unsere frischgeernteten!

Juli 13

Die Übeltäter sind in einer nächtlichen Taschenlampen-Verfolgungsjagd gefunden – die Reue und Versprechungen groß, dass es zu keinen Überfällen mehr kommt.
Das Positive überwiegt bzw. überwuchert uns ja: Riesenernte an Himbeeren und Zwiebel, nette Mengen an Mohn, Kohlrabi und Kraut. Aber auch über Exoten wie Apfelbeere,
Physalis und Luffagurke
trauen wir uns drüber – und sei’s nur um nächstes Jahr wieder Saatgut zu haben. Bei den Hühnern hatten wir heuer noch keinen Nachwuchs, aber Emily sammelt schon fleißig ihre Eier
und bei der Hitze dürfte die Brüttemperatur ja leicht erreicht werden, damit wir doch noch Entenküken bekommen.