Oktober 13

In diesem warmen Spätherbst können wir uns immer noch von der grünen Wiese unser Mittagessen holen:
 
Pilze, Mangold,
Salat und ein paar Paradeiser aus dem Glashaus ergeben noch einige herrliche Mahlzeiten. Keine Angst wegen der Schwammerln: Gerhard ist ja Experte und es gab auch noch nie Beschwerden von Überlebenden ... 
Die Pechsträhne mit den Hasen reißt nicht ab: der semmelfärbige Samy war zwar hübsch anzusehen, konnte aber seine Potenz mit je einem Jungen (statt wie üblich 8-10) von drei Müttern nicht unter Beweis stellen. Da schien die Lösung aus Wien zu kommen:
Cappuccino wurde uns als Zuchtrammler geschenkt, stellte sich aber als kleines zartes Mädchen heraus – wird wohl wieder nix werden mit dem neuen Stammbaum!
 
 
 

September 13


Nach einer guten Honigernte bereiten sich die fünf Bienenvölker und der Imker langsam auf den Winterschlaf vor.

Trotz massivem Dünger- und Pestizideinsatz der umliegenden Bauern hoffen wir auf gute Überlebenschancen und die EU, damit der Giftwahnsinn eingedämmt wird. Auch die gut genützte Badesaison neigt sich mit einer letzten Segelfahrt im Herbst dem Ende zu.

Bei angenehmen Septembertemperaturen können sich auch die Spinnenblumen noch einmal richtig entfalten.
 

 

August 13

Keine Küken, und weniger Kaninchen-Babys, also ein zögerlicher Start des neuen Stammbaums von Samy, aber alle Jungen sind verschiedenfarbig und haben Papas Nasenzeichnung!
Die Trockenheit ist nach 8 Wochen fast ohne Niederschlag jetzt überwunden. Bleibende Schäden sind uns noch nicht aufgefallen, obwohl sich die Natur schon sehr zur Wehr gesetzt hat: Him- und Brombeer fuhren extra Dornen aus, Sonnenblumen, Melanzani- und Tomatenstauden sind ganz schön kratzig, von dem toxischen Grünzeug der Pastinaken bekam ich Brandwunden und sogar die Gurken haben Stacheln – nein, nicht die vom G’schäft, nur unsere frischgeernteten!

Juli 13

Die Übeltäter sind in einer nächtlichen Taschenlampen-Verfolgungsjagd gefunden – die Reue und Versprechungen groß, dass es zu keinen Überfällen mehr kommt.
Das Positive überwiegt bzw. überwuchert uns ja: Riesenernte an Himbeeren und Zwiebel, nette Mengen an Mohn, Kohlrabi und Kraut. Aber auch über Exoten wie Apfelbeere,
Physalis und Luffagurke
trauen wir uns drüber – und sei’s nur um nächstes Jahr wieder Saatgut zu haben. Bei den Hühnern hatten wir heuer noch keinen Nachwuchs, aber Emily sammelt schon fleißig ihre Eier
und bei der Hitze dürfte die Brüttemperatur ja leicht erreicht werden, damit wir doch noch Entenküken bekommen.

Juni 13

Hochs und Tiefs nicht nur beim Wetter. Die Erfolge konnten wir bei der Heuernte (300 Ballen) und der Erdbeerernte (100 - ja, einhundert Kilo) verzeichnen.
Nicht so problemlos war wieder mal der Maschineneinsatz mit mehreren Pannen an den zahlreichen Geräten, die eben fürs Heumachen nötig sind. Aber der größte Schock war der Überfall eines Hundes, der mitten in der Nacht unbemerkt zwei Hasenställe aufgebissen und 9 Hasen getötet hat. In der Früh den Anblick des Massakers inklusive Fußspuren im Lehmboden
werden wir nie vergessen. Der Täter und seine Herkunft sind unbekannt; umso größer die Unsicherheit, ob und wann er wieder zuschlägt… Schon deprimierend, dass Leute nicht auf ihre Hunde aufpassen können und anderen damit Schaden zufügen!

Mai 13

Die feuchtwarme Witterung hat uns heuer zwar noch kein Badewetter, dafür aber herrliches Pflanzenwachstum gebracht. Sieben Kilo Erdbeeren an einem Tag sind ja nicht schwach; natürlich nur durch tägliches Jäten in den letzten 6 Wochen in BIO-Qualität zu erreichen.



Drei Generationen arbeiten an einem Projekt, nämlich einem neuen Pool. Bis der Sommer endlich kommt, sind sie bestimmt fertig!

April 13


Heute mal was Kritisches: die ganze Welt macht sich Sorgen um die Umwelt, die überzogene Landwirtschaft und Giftstoffe in unserer Nahrung - nur unser Landwirt-Nachbar schert sich im wahrsten Sinne einen Dreck!
 
Bei Sturmböen bis 80 km/h in unsere Richtung sät er sein Insektizid-gebeiztes Maissaatgut mit unweigerlicher Gift-Staubfahne direkt neben unserem Bio-Acker. Dass davon als erstes Alarmsignal die Bienen sterben, hat wohl jeder - außer subventions-verbildeten Großbauern, den Agrarindustriellen, der Pharmalobby und dem Minister - schon gehört. Dass davon andere Insekten, Tiere und schlussendlich die Menschen betroffen sind, dürfte in manchen Hirnen nur sehr langsam sickern. Uns hat es extrem aufgeregt, dass sich auch niemand für zuständig hält, dieser Sauerei Einhalt zu gebieten. Einen kleinen Beitrag können alle hier leisten: http://www.gruene.at/themen/umwelt/rettet-die-bienen