wenns wos kaufn wollts

Honig, wenn er net aus is
Propolistropfen
Fisolen
Kräutergart'l Likör
Eierlikör ("Der Beste meines Lebens", Zitat Thomas aus Stuttgart)
Nougat-, Kakaolikör
Uhudlergelee
Bio-Äpfel
Quitten-Geleezuckerl
Holler-Apfel-Marmelade
Pfirsich-Ananassalbei-Marmelade
Ganswies'ntee
Salzgurken
Lustige Birne
Ketchup mit Gartenkräutern mild/hot
Apfel-Chili-Grillsauce
Apfel-Rosinen-Chutney
Kirsche-Zitronenmelissen-Marmelade
Erdbeer-Rhabarber-Marmelade
Ringelblumenseife
Kaffeeseife
getrocknete Steinpilze
Bauernhofeier in allen Größen
Uhudler
Birnenschnaps

anfoch und kost net vül

Eierlikör bei Eierüberproduktion:
1/4 Schlag mit 1/8 Milch aufkochen und abkühlen lassen
6 Dotter mit 15 dag Zucker und 1 Vanillezucker sehr schaumig rühren
alles vermixen und über Nacht den Schaum setzen lassen.
Am nächsten Tag 1/16 Weingeist und 1/16 Cognac einrühren.
Hält sich lange - oder eben nicht!

Die übriggebliebenen Eiweiße friere ich ein oder mach gleich einen von den zwei super-saftigen Kuchen:

Schokokuchen:
6 Eiklar zu Schnee schlagen
12 dag Zucker
12 dag griffiges Mehl
12 dag Butter/Margarine mit 12 dag Schoko erweichen
1 Messerspitze Backpulver
160° , 30-35 Minuten

Nusskuchen:
6 Eiklar zu Schnee schlagen
15 dag Zucker
1 Vanillezucker
15 dag Nüsse grob gehackt
5 dag Rosinen
5 dag Schoko grob gehackt
10 dag zerlassene Butter/Margarine
15 dag glattes Mehl
1 Messerspitze Backpulver
160° , 30-35 Minuten

Selbstgemachter Strudelteig für die vielen Äpfel
1/4kg glattes Mehl, 1 KL Salz, 1 EL Öl, 1/8 l lauwarmes Wasser in der Küchenmaschine rühren bis eine Kugel entsteht, rasten lassen während du die Fülle vorbereitest. Teig auf großem Tuch am Tisch auswalken und -ziehen bis er doppelte Blechgröße hat. Fülle auf einer Hälfte verteilen, mithilfe des Tuchs einrollen, aufs Blech rollen, mit Wasser oder Ei bepinseln, bei 175° für 45 Min. backen.

Schwedischer Appelkakka
Apfelkompott mit wenig Saft auf Biskotten in Schüsserln verteilen, mit Zimt ev. Calvados/Rum und Schlag/Vanilleeis servieren.

Rukola
ansäen und üppigst ernten ohne Mühe - bringt nussig-würzigen Geschmack in jeden Salat, Nudelgerichte oder Pizza (mit Prosciutto) - super!

Rhabarber-Blüten Gemüse
Die Rhabarber-Blüten sollen ja ohnehin abgeschnitten werden, damit sie der Pflanze nicht zuviel Kraft entziehen - also ab ins kochende Wasser. Ein paar Minuten ziehen lassen ergeben sie eine herrlich exotische Beilage.

Wildkräuter mit Super-Vitaminen und Mineralstoffen
Auf jeden Salat kommen frisch von der ungedüngten (und hundefreien) Wiese: Löwenzahn, Gänseblümchen, Giersch, Sauerampfer, Sternmiere, Gundermann, u.a.
Bärlauch wächst hier leider nicht!

Apfelschalentee
Beim Strudel-, Kuchen-, Kompottmachen gebe ich die Schalen und Gehäuse der Äpfel zusammen mit einer Zimtrinde in eine Teekanne, gieße auf und habe einen fruchtigen Natur-Tee.

Feinwäschesack
Ausgedientes Hemd oder Bluse unter den Achseln waagrecht abschneiden und abnähen; am unteren Saum abnähen. Fertig ist ein Wäschesack mit Knöpfen für empfindliche Wäschestücke; Arbeitsaufwand 5 Minuten.

Vegetarischer Aufstrich
1/2 Ziebel anschwitzen, 1 Tasse Linsen , Curry, Pfeffer, (ev. Karotten oder anderes kleingeschnittenes Gemüse) in 1 Tasse Wasser weichkochen, salzen und pürieren.

Orangenduft und – wischwasser
Orangenschalen in Wasser ein paar Minuten kochen – verbreitet angenehmen Duft und kann dann abgeseit zum Aufwischen von glatten Böden verwendet werden: glänzt und duftet!

Badreiniger
1/3 Spülmittel, 1/3 Essig und 1/3 Wasser sind ideal zum Reinigen von Waschbecken, Wanne, etc. Löst Fett und Kalk und riecht frisch!

Nudeln oder Reis kochen in der Thermosflasche
Abgemessene Menge Reis und kochendes Wasser in die Thermos gießen, abwarten und servieren. Das gleiche ist mit Nudeln möglich; mit Zeiten und Mengen experimentieren!

Schottischer Crumble von Tante Ilse
½ kg Äpfel entkernen und in Spalten in eine Auflaufform, darüber frische oder gefrorene Beeren, darüber Streusel:
6 dag flüssige Butter
6 dag grob gehackte Mandeln oder Nüsse
6 dag Zucker
12 dag Mehl
Zimt,
verrühren bis alles krümelig wird. Bei 200° für 30 Min. ins Rohr. Super Nachspeise ist warm oder kalt köstlich, mit Eis oder Schlag oder ohne; Obst nach Geschmack variierbar.

Jänner 08


Ingrids letzter Dienst am Flughafen: wieder traurige Abschiede, liebe Wünsche und herzliche Versprechen uns zu besuchen. Unsere Aussteigeridee gefällt sogar vielen Jungen und wir stossen auf viel Verständnis für unser Streben nach einem einfachen Leben; simples Glück, das nichts mit Geld und Anhäufung von Materiellem zu tun haben soll. Schon in den ersten Monaten unserer Umstellung haben wir bemerkt, dass wir unsere Talente zum Erfinden, Improvisieren, Reparieren und Genießen voll ausleben können. Wenn das Tempo stimmt, kann man sicher Optimales aus sich herausholen.
Wir sind Opa!
ARTHUR erblickte am 13. das erste Mal das Licht der Welt und seine Eltern Andrea und Herbert! Wir freuen uns sehr und hoffen, dass er mal ein großer Burgenland-Fan wird!
Die Natur löst sich nach 1 Monat Frost und Nebel langsam wieder aus ihrer Starre. Die Meisen hört man schon zirpen; wir haben sie ja über die kälteste Zeit brav gefüttert, zusammen mit den Spechten, Kernbeissern, Eichelhähern und den anderen kleinen Frechen. Ich hoffe, sie halten uns die Treue und fressen im Sommer die Gelsen.
Auch die lieben Rehlein sind schon aktiv und haben unsere frisch gesetzten Obstbäume entdeckt. Wir haben 2 Nachmittage und 50m Zaun geopfert um jeden der 4 Marillen-, 2 Nuss-, 1 Weinbergpfirsichbaum und die 4 Uhudler zu schützen. Die Stämme haben wir noch zusätzlich mit Lehmbrei eingeschmiert, damit sich auch Parasiten nicht einnisten können. Der Frühling kann kommen. Primeln blühen schon!

wos ma no vorhabn

- Schaf-Wassertank
- Süßkartoffelanbau
- noch mehr genießen...

Dezember 07

Susi und Richi kommen zur Einweihung des Gästezimmer übers erste Adventwochenende und sind über die Veränderungen seit April begeistert. Sie produzieren inzwischen gedrechselte Holzschüsseln und professionelles „Nassauer City Bier“! http://www.holzgschirr.at/


Endlich haben wir zum Spazieren gehen Zeit: bis ins Dorf sind es 30-40 Minuten. Niemand geht hier mehr zu Fuß – wir genießen es.


Advent- und Weihnachtsbasteleien, Gerhard liest sogar, zum ersten Mal seit langem kann ich bei Scrabble wieder gewinnen. Dazwischen noch tageweise am Flughafen; werde von Raquel, Monika, Rosi, Nicole und Familien ganz herzlich zum Übernachten eingeladen. Die Kündigung ist raus mit Ende Jänner – es tut mir schon ein bissl leid, aber es ist einfach zu riskant und teuer weiter zu pendeln. Vielleicht ergibt sich ja in der Nähe wieder was oder ich werde wirklich als Gänsemagd glücklich?!?


Der erste Schnee sieht wunderschön aus – aber doch nicht auf unserem Dachboden!



Es hat ganz trocken bei Nordwind zu schneien begonnen und so sind die ersten 5 cm zwischen die Dachschindeln in den Dachboden und Stadl gelangt. Alle unsere Schachteln, Möbeln, Kleinzeug sind zugeschneit. Zum Glück bleibt es kalt und wir können das Ärgste abkehren und im Dachboden Schnee schaufeln! Wir hoffen, dass die Feuchtigkeit nicht durch die Decke kommt! Ein Rückschlag: so haben wir uns das einfache Leben nicht vorgestellt! Ein dichtes Dach hätte ich schon gern gehabt. Das Heizen gestaltet sich ohnehin recht mühsam für Gerhard. Er schleppt viele Körbe mit Holz täglich ums und ins Haus, der Ofen ist ja lieb und heizt uns das Warmwasser und 4 Heizkörper im ganzen Haus aber frisst auch ganz schön: heuer schon 8m³. Dämmung und Dachdeckung muss unbedingt her. Zahlt sich das aus, oder sollen wir gleich neu bauen?

November 07

Wir wollen selbst anbauen, ernten, vielleicht sogar vermarkten. Also überlegen wir uns die Lage und Größe unserer zukünftigen Äcker.
Ein großer soll in St. Michael für Erdäpfel, ein mittlerer in DT auf der großen Wiese für Gemüse und ein kleiner für Kräuter und Schnelles beim Haus angelegt werden.
Gerhard pflügt das erste Mal – na ja, nicht perfekt aber die Erdäpfel werden schon wissen wohin sie wachsen müssen. Das kleine Beet müssen wir mit Krampen und Schaufel anlegen – zu wenig Platz für den Pflug. Aber – ping – was ist das? Ein Felsen, 20kg, noch einer und so wird ein kleiner Steinbruch draus: lauter Serpentin, schöne grüne Steine, aber eine Schufterei zum Ausgraben. Herta zeigt uns ein altes Foto: an dieser Stelle war mal der Schweinestall der alten Familie Czekicz, der Stall wurde irgendwann abgerissen, die Fundamente drinnen gelassen. Auf dem Lehm wird allerdings nichts wachsen; da kann man nur Ziegel und Töpfe draus machen. Dünger muss in die Erde – natürlich bio. Stefan im Dorf hat ja Biokühe und bringt uns 2 Anhänger Biokuhdreck – man freut sich auch über Dreck. Vor allem brauchen wir ihn nicht händisch schaufeln, das pickerte Zeug, er hat so einen Mistanhänger, der unsere Äcker gleich vollspritzt! Herrlich, wie das dampft und duftet! Danke Stefan.
Der Martinigänselieferant aus Feldbach erzählt begeistert von seiner Zucht. Wir werden angesteckt und beginnen im Geiste schon den Gänsestall zu planen. Hendln und Hasen müssen es sowieso sein. Schafe oder Lamas wären auch nicht schlecht. Aber solange das Bauansuchen für St. Michael läuft sollten wir nicht zuviel investieren.
Wer weiß, ob wir nicht auf dem schönen Südhang ein einsames Passivhaus bauen?!?

Endlich schaffen wir es, das Problem/Gästezimmer fertig zu stellen: der wurmstichigen Decke und der Mauer trauen wir doch nicht, und so wird alles mit Rigips-Einmannplatten (von wegen!) verkleidet – sitzt und passt in 2 Tagen.
Unsere alten Biedermeier und Jugendstilmöbel rein, damit sie die Feuchtigkeit im Stadl nicht ganz ruiniert, und schon sind wir für den ersten Besuch bereit! Ist doch noch ganz lieb geworden. Sogar für Bilder, Pflanzen, Regale, Deko haben wir jetzt Zeit.

Langsam beginnt es gemütlich zu werden.

Nach der Anstrengung noch schnell ein Entspannungswochenende in Paris – tres jolie!



Oktober 07

Back to the roots: Gerhard hat den Rest seines Lebens in die Freiheit/Freizeit angetreten. Er schuftet nach wie vor hart beim Renovieren. Um 5h früh steht er nur mehr freiwillig auf - zum Schwammerlsuchen. Heuer war ein sensationelles Jahr; Herta und Werner haben 70 kg Pilze gefunden. Wir finden einiges für unsere Mittagessen und sie schmecken herrlich – nach Wald, Natur, Vergangenheit, Heimat.
Fanny Tant’ wird 88, die Schwester von Gerhards Papa.


Wir gratulieren ihr, und sie erzählt aus ihrem ereignisreichen Leben: sie weiß noch alles aus ihrer Jugend, von den 6 Kindern bis zu den 50 Ur/enkerln.

Rita, eine Cousine von Gerhards Mama aus Connecticut hat ihre Wurzeln gesucht und so haben wir mit ihr regen e-mail Kontakt aufgebaut. Sie hat uns alte Fotos und Geschichten geschickt, die Gerhard gar nicht kannte. Wir fangen an, uns für seine Familie zu interessieren. Er beginnt unter anderem mithilfe der alten Fotos seiner Familie einen Stammbaum zusammenzustellen; wir sind schon bei 183 Familienmitgliedern.
Letzte Tage im leeren Haus in der Ganswiese; es waren schöne 10 Jahre aber jetzt beginnt ein neuer Abschnitt. Wir sind voll freudiger Erwartung auf ein einfacheres Leben, Qualität statt Quantität, simples Glück.
Elisabeth und Herbert geben noch eine letzte Einladung als Verabschiedung und Dank vom Heimatwerk Arbesthal – eine letzte Befriedigung für 6 Jahre Freiwilligenarbeit.
Hausübergabe an die neuen Käufer leider nicht ohne Probleme.