- Schaf-Wassertank
- Süßkartoffelanbau
- noch mehr genießen...
Dezember 07
Der erste Schnee sieht wunderschön aus – aber doch nicht auf unserem Dachboden!
November 07
Wir wollen selbst anbauen, ernten, vielleicht sogar vermarkten. Also überlegen wir uns die Lage und Größe unserer zukünftigen Äcker.
Ein großer soll in St. Michael für Erdäpfel, ein mittlerer in DT auf der großen Wiese für Gemüse und ein kleiner für Kräuter und Schnelles beim Haus angelegt werden.
Gerhard pflügt das erste Mal – na ja, nicht perfekt aber die Erdäpfel werden schon wissen wohin sie wachsen müssen. Das kleine Beet müssen wir mit Krampen und Schaufel anlegen – zu wenig Platz für den Pflug.
Aber – ping – was ist das? Ein Felsen, 20kg, noch einer und so wird ein kleiner Steinbruch draus: lauter Serpentin, schöne grüne Steine, aber eine Schufterei zum Ausgraben. Herta zeigt uns ein altes Foto: an dieser Stelle war mal der Schweinestall der alten Familie Czekicz, der Stall wurde irgendwann abgerissen, die Fundamente drinnen gelassen. Auf dem Lehm wird allerdings nichts wachsen; da kann man nur Ziegel und Töpfe draus machen. Dünger muss in die Erde – natürlich bio.
Stefan im Dorf hat ja Biokühe und bringt uns 2 Anhänger Biokuhdreck – man freut sich auch über Dreck. Vor allem brauchen wir ihn nicht händisch schaufeln, das pickerte Zeug, er hat so einen Mistanhänger, der unsere Äcker gleich vollspritzt! Herrlich, wie das dampft und duftet! Danke Stefan.
Der Martinigänselieferant aus Feldbach erzählt begeistert von seiner Zucht. Wir werden angesteckt und beginnen im Geiste schon den Gänsestall zu planen. Hendln und Hasen müssen es sowieso sein. Schafe oder Lamas wären auch nicht schlecht. Aber solange das Bauansuchen für St. Michael läuft sollten wir nicht zuviel investieren.
Wer weiß, ob wir nicht auf dem schönen Südhang ein einsames Passivhaus bauen?!?
Endlich schaffen wir es, das Problem/Gästezimmer fertig zu stellen: der wurmstichigen Decke und der Mauer trauen wir doch nicht, und so wird alles mit Rigips-Einmannplatten (von wegen!) verkleidet – sitzt und passt in 2 Tagen.
Unsere alten Biedermeier und Jugendstilmöbel rein, damit sie die Feuchtigkeit im Stadl nicht ganz ruiniert, und schon sind wir für den ersten Besuch bereit! Ist doch noch ganz lieb geworden. Sogar für Bilder, Pflanzen, Regale, Deko haben wir jetzt Zeit.
Langsam beginnt es gemütlich zu werden.
Nach der Anstrengung noch schnell ein Entspannungswochenende in Paris – tres jolie!


Der Martinigänselieferant aus Feldbach erzählt begeistert von seiner Zucht. Wir werden angesteckt und beginnen im Geiste schon den Gänsestall zu planen. Hendln und Hasen müssen es sowieso sein. Schafe oder Lamas wären auch nicht schlecht. Aber solange das Bauansuchen für St. Michael läuft sollten wir nicht zuviel investieren.
Endlich schaffen wir es, das Problem/Gästezimmer fertig zu stellen: der wurmstichigen Decke und der Mauer trauen wir doch nicht, und so wird alles mit Rigips-Einmannplatten (von wegen!) verkleidet – sitzt und passt in 2 Tagen.
Nach der Anstrengung noch schnell ein Entspannungswochenende in Paris – tres jolie!
Oktober 07
Back to the roots: Gerhard hat den Rest seines Lebens in die Freiheit/Freizeit angetreten. Er schuftet nach wie vor hart beim Renovieren. Um 5h früh steht er nur mehr freiwillig auf - zum Schwammerlsuchen.
Heuer war ein sensationelles Jahr; Herta und Werner haben 70 kg Pilze gefunden. Wir finden einiges für unsere Mittagessen und sie schmecken herrlich – nach Wald, Natur, Vergangenheit, Heimat.
Fanny Tant’ wird 88, die Schwester von Gerhards Papa.
Wir gratulieren ihr, und sie erzählt aus ihrem ereignisreichen Leben: sie weiß noch alles aus ihrer Jugend, von den 6 Kindern bis zu den 50 Ur/enkerln.
Rita, eine Cousine von Gerhards Mama aus Connecticut hat ihre Wurzeln gesucht und so haben wir mit ihr regen e-mail Kontakt aufgebaut. Sie hat uns alte Fotos und Geschichten geschickt, die Gerhard gar nicht kannte. Wir fangen an, uns für seine Familie zu interessieren. Er beginnt unter anderem mithilfe der alten Fotos seiner Familie einen Stammbaum zusammenzustellen; wir sind schon bei 183 Familienmitgliedern.
Letzte Tage im leeren Haus in der Ganswiese; es waren schöne 10 Jahre aber jetzt beginnt ein neuer Abschnitt. Wir sind voll freudiger Erwartung auf ein einfacheres Leben, Qualität statt Quantität, simples Glück.
Elisabeth und Herbert geben noch eine letzte Einladung als Verabschiedung und Dank vom Heimatwerk Arbesthal – eine letzte Befriedigung für 6 Jahre Freiwilligenarbeit.
Hausübergabe an die neuen Käufer leider nicht ohne Probleme.
Fanny Tant’ wird 88, die Schwester von Gerhards Papa.
Rita, eine Cousine von Gerhards Mama aus Connecticut hat ihre Wurzeln gesucht und so haben wir mit ihr regen e-mail Kontakt aufgebaut. Sie hat uns alte Fotos und Geschichten geschickt, die Gerhard gar nicht kannte. Wir fangen an, uns für seine Familie zu interessieren. Er beginnt unter anderem mithilfe der alten Fotos seiner Familie einen Stammbaum zusammenzustellen; wir sind schon bei 183 Familienmitgliedern.
Letzte Tage im leeren Haus in der Ganswiese; es waren schöne 10 Jahre aber jetzt beginnt ein neuer Abschnitt. Wir sind voll freudiger Erwartung auf ein einfacheres Leben, Qualität statt Quantität, simples Glück.
Elisabeth und Herbert geben noch eine letzte Einladung als Verabschiedung und Dank vom Heimatwerk Arbesthal – eine letzte Befriedigung für 6 Jahre Freiwilligenarbeit.
Hausübergabe an die neuen Käufer leider nicht ohne Probleme.
September 07
Wir gönnen uns mal eine Auszeit von Siedlungs-, Renovierungs-, Ausräum-, Einräumstress: schließlich arbeite ich ja noch bei AUA: ein Freiflug nach New York,
mit dem Mietauto über Niagara Falls
Gerhards endgültiger Abschied mit Fest beim Bobby von Hörbiger Ventilwerke.
- keine Arbeitskollegen, die ihm treu zur Seite stehen
- keine automatische Klimaanlage – aber auch keine Heizung
- keine „Rauchpausen“ am Kaffeeautomaten
- kein Schläfchen im Bus zur Arbeit
- keine 6 Wochen Urlaub
- keinen Wurschtsemmelautomaten
- keinen Bobby an der Ecke
- keine Biennalsprünge beim Taschengeld!
Abschied von Arbesthal mit einigen liebgewordenen Dorffamilien.
Drunt’ im Burgenland, do wolln wir jetzt lebn,
Obstbäum setzen und Kürbis anbaun,
des Gemüse, ja des derf a net fön,
denn wir möchten dort gsund leben.
Jo unser Leben ha jetzt an andern Sinn,
wir wolln kane Strapazen haum dort, friedliches Leben.
Und so wünschen wir euch
im Süden eine schöne Zeit.
Und wenn wir amol wieder feiern tan,
dann kuma halt wieder zaum, so dass ma uns net vergessen tan.
Holariaho, holadaraidiho, holariaho, holraro.
Denn drunt’ im Burgenland, do sama holt jetzt daham. Haaallo.
August 07
Abschiedsfest mit den nettesten KollegInnen von Hörbiger auf der Ganswiese. Zuerst schaut es regnerisch aus und wir bereiten 20 Sitzplätze im Wohnzimmer vor. Dann kommt doch noch die Sonne raus und wir verlagern alles in den Garten – genießen noch einmal das Zusammensein mit FreundInnen im „naturbelassenen Garten“ wo Blumen und Gemüse üppig gedeihen.
Viele gute Wünsche, Bewunderung für unseren Mut und Geschenke für die Zukunft bekommen wir; u.a. 4 Marillenbäume – für den Schnaps! Verkoster haben sich schon angesagt.
Obwohl wir schon zig-mal mit unserem Anhänger von NÖ ins BGL gefahren sind, sind noch immer kubikmeterweise Möbel, Hausrat, Gartengeräte im Norden:
Das Gästezimmer ist noch immer nicht fertig; die Ziegelmauern sehen ja urig aus, überzeugen aber nicht mit Wohnqualität.
Obwohl wir schon zig-mal mit unserem Anhänger von NÖ ins BGL gefahren sind, sind noch immer kubikmeterweise Möbel, Hausrat, Gartengeräte im Norden:
1 Hometrainer
5 Radios
22 Sessel
49 Handtücher
120 Gläser
128 T-Shirts
145 PS
und das alles für 2 Menschen. Wie viel Irrsinn verträgt eigentlich die Welt? Wie viel Unnützes kauft man eigentlich so im Laufe seines Lebens? Es muss doch einfacher gehen, sinnvoll und simpel. Wir wollen's in Zukunft mit weniger m², Fixkosten und Frustkäufen dafür mit mehr Zeit, Sinn und Freude versuchen. Zu diesem Thema gibt's immer wieder tolle Anregungen in www.derknauserer.at
Gerhards kräftiger Sohn Herbert mit seinem ebenso starken Freund Bernhard opfern 2 Tage und stopfen ihren Kastenwagen mit unseren Sachen voll. Wohin damit? 150 auf 80m² eine schwere Rechenaufgabe, also wird erst mal im Stadl gestapelt. Zur Belohnung und Stärkung gibt’s für 4 Personen 12(!!!) Schnitzel bei Heinz.
Juli 07
Endspurt in der Firma bei Gerhard: Die Kündigung ist eingereicht – die Abfindung beschlossen. – Das wird uns beim Start helfen. Die Reaktionen der KollegInnen sehr unterschiedlich:“Wovon wollt ihr leben?“, „Ich spar schon, falls ich eine Hüftoperation brauch’.“ „Dir wird das Stadtleben abgehen!“ „Was ist, wenn was passiert?“ „Ich hab mit meiner Frau auch schon d’rüber geredet! In ein paar Jahren machen wir’s auch so wie ihr.“
Wir wollen einfach nicht warten, bis wir krank werden, bis die Pension mit 65 eintritt, bis wir mehr verdienen, bis es womöglich zu spät ist, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Wir wollen einfach nicht warten, bis wir krank werden, bis die Pension mit 65 eintritt, bis wir mehr verdienen, bis es womöglich zu spät ist, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
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