Oktober 15

Wieder schöne Abende mit „Aussteigen für Anfänger" verbracht; diesmal in Herta Emmers zauberhafter Buchwelt in Oberpullendorf und in der Frauenbibliothek Frieda in Oberwart! Danke für euer Interesse und die positiven Rückmeldungen ;-)
Positiv sind jetzt auch die schönen Herbsttage, die sich doch noch eingestellt haben, damit wir unseren Garten auf den Winter vorbereiten können. Letzte Früchte werden eingebracht: Quitten,
 Feigen, 
Physalis,  
 
und Mangold. Beim Kompostumschaufeln wird uns jedes Jahr wieder bewusst, welchen nahrhaften Schatz wir da hüten. Mit Kompost beginnt alles im Frühjahr, die Beete kriegen ihre großzügigen Gaben; dann wachsen Obst und Gemüse für uns; die Abfälle bekommen die Hühner oder Hasen; der Rest schließt den Kreis und landet zusammen mit dem Stallmist wieder auf dem Kompost. Ein geschlossenes System, bei dem wir keinen Dünger kaufen müssen, Nahrung für uns und die Tiere erzeugen, und nichts verschwendet, sprich weggeworfen, wird. Da frag ich mich: Wer wirft eigentlich unsere statistischen 100 kg Lebensmittel pro Jahr weg? Wir nicht!  

September 15

Ich will ja nicht behaupten, dass das ewige Bücken im Gemüsegartl leicht ist, aber nur deshalb haben wir das Hochbeet auch nicht gebaut. Mein erster Gedanke war: endlich mal kein Unkraut mehr zwischen den Erdbeeren! Ob sich das in der Realität auch so abspielen wird, werden wir erst nächstes Jahr sehen.
Auf unser Recycling-Gebilde sind wir ziemlich stolz und wenn es mal gut mit Ästen, Kompost und schöner Erde als Abschluss gefüllt ist, sollte es nächstes Jahr ordentlich Früchte tragen. – Soweit die Theorie…
Uhudlertrauben sind heuer wieder herrlich gewachsen, trotzdem konnten wir nicht 120kg aufessen.
Ein Teil kam bei Gertraud und Hans in den Rebler und die Presse und anschließend ins Druckfass. Ab Weihnachten könnts dann Traubensaft kosten kommen!

August 15

Wie man an der Farbpalette sieht, wird es heuer gelbes Ketchup geben! Auch gut.
My first book presentation in English!
You were a great audience, thank you!
Die Bruthenne hat sich leider umsonst geplagt: wie wir erst nachher erfuhren, ist ein Hahn nach einem Jahr “nimmer zan brauchen”, sagt Mitzi. Da unser Johahn schon fünf Lenze am Buckel hat, wurden die Eier also nix und wir müssen uns für eventuelle neuerliche Brutversuche um einem frischen Hahn bemühen.
Diesmal hatten wir genug Arbeit für unseren WOOFer Michael: 
93 Heuballen produzieren und verstauen, Traktorfahren, ein paar nette Events besuchen, Lammzwillingsgeburt beobachten, Vollmondnacht am Ententeich und zum Drüberstreuen: Holzhacken. Das war wirklich eine Abenteuerwoche für ihn und eine große Hilfe für uns! Viiiielen Dank!

Juli 15

Was wir bei der Sommerhitze machen? Im Liegestuhl liegen natürlich UND: Himbeer, Heidelbeer, Feigen, Felsenbirne, Knoblauch, Pfefferoni, Paradeiser, Rote Rüben, 
Kohlrabi, Fisolen, Erdäpfel, Zucchini, Kürbis, Kräuter und Samen ernten; Marmeladen und Chutneys einkochen; Gelsenöl und Weichsellikör ansetzen; Lamm- und Hasenfleisch in den Tiefkühler befördern; neue Schaf- und Hasenbabys bewundern, erstmals eigenen Nüssen und Maroni beim Wachsen zuschauen; Bruthenne betreuen; Freunde, Besucher, Buchfans und Kunden bewirten – tja, das ist das ruhige Landleben! Herrlich!
Unser erster WOOFer hat sich nach der Lektüre von „Aussteigen für Anfänger“ bei uns gemeldet. Wir hatten zwar grad keine Arbeit für Michael,
er hat sich aber mal mit dem Campen, der burgenländischen Landschaft und den lauen Grillabenden vertraut gemacht…

Juni 15

„Heidiarn“ ist heuer gut gelaufen: tagelang ohne drohende Gewitterwolken. 400 Packeln sind’s geworden dank der kräftigen Mithilfe von Herbert und Thomas.
Nach dem Besuch eines Seminars über „Wiesen und ihre Bewohner“ wurde mir beim Dahinrecheln so richtig klar, was für eine einzigartige Vielfalt wir hier haben: spontan bin ich auf 50 verschiedene Pflanzen in unserer Wiese gekommen – und wie das riiiiecht! Herrlich. Könnte man eigentlich in Teesackerln in der Apotheke verkaufen!
Die Entenfamilie streitet sich so recht und schlecht zusammen: 
Emil scheint eifersüchtig auf die putzigen Gar-Nicht-Mehr-So-Kleinen zu sein und jagt sie oft kreuz und quer durch den Garten – außer wenn ich daneben sitz und aufpass; dann benimmt er sich!
Der Nachbar hat zum zweiten Mal in 30 Jahren keinen Kukuruz gesät: Winterweizen ist es heuer geworden.
Bis jetzt hat er schon 3xInsektizid gespritzt und 2x kleine weiße Düngekugerln durch die Gegend gestreut! In solchen Momenten bin ich mir nicht mehr sicher, ob wir hier am Land gesund leben?!? Von der Vielfalt ganz zu schweigen…
Die gute Nachricht: "Aussteigen für Angänger"-Bücher sind noch verfügbar (sh. A Buach kaufn)!

Mai 15

Unser Aussteigerleben ist ein einziges Abenteuer, und die Vermarktung des Buches erst! 8 Lesungen, 4 Zeitungsartikel, 3 Radio-Interviews und 2 Fernsehauftritte – das schaffte ich alles selbst zu organisieren. Vom Verlag kam da entgegen vertraglicher Zusagen leider nix. Verkäufe rollen schön langsam an. Das Buch ist ja in jeder Buchhandlung, im Versand und bei mir erhältlich. Am schönsten waren bis jetzt die vielen positiven Reaktionen – den meisten hat’s anscheinend ehrlich gefallen. Ein schönes Gefühl, den Menschen unsere gelebte Entschleunigung zu zeigen.


Der Bauernhof ist natürlich inzwischen nicht still gestanden: Alles grünt und blüht und wird warten schon auf ein 4-Tage-Sonnenfenster fürs Heuchmachen. Den Tieren geht’s großartig; einziger Rückschlag: unsere Emily ist vor ein paar Wochen spurlos verschwunden. Emil saß tagelang trauernd tatenlos herum bis wir ihm seine neue Ente besorgten: Emma. Am ersten Tag in ihrem neuen Heim hat sie schon ein Ei gelegt und nach drei Wochen zu brüten begonnen. 
Jetzt, 4 Wochen später, laufen die drei Entenküken mit der Mama um die Wette nach den Schnecken. Keine Angst – es gibt genug!

April 15

Die "wahre Geschichte" steht brühwarm in der Zeitung: http://kurier.at/chronik/burgenland/wir-wolltn-kan-stress-mehr-habn/126.957.796

Vor der Verfilmung des Buchs möchte ich euch die Kommentare der ersten LeserInnen nicht vorenthalten:

I: Ich hab gspürt, dass es von Herzen kommt. Ich will von euch lernen, mir Freiräume zu schaffen.
V: Danke für den schönen Abend. Ich trau mich das Buch gar nicht meinem Sohn zu geben: der hört sofort zu arbeiten auf.
A: Sehr leichtgängig zu lesen, ganz toll!
E: Du hast mir einen sehr vergnüglichen Lesenachmittag beschert. Vieles hat mich an meine Garten- und Bauexperimente und auch an einige Tiergeschichten wieder erinnert. Mit der Zeit vergisst man ja vieles wieder. Auf jeden Fall habt ihr in doch sehr kurzer Zeit sooo viel verwirklicht. Es bestätigt mir auch wieder, dass es wichtiger ist, dass man weiß, was man nicht (mehr) will, da bleibt dann die lebenswerte Quintessenz übrig – mit kleinen Kompromissen, ohne die es ja doch nicht geht.
P: Habe das Buch sofort gelesen, Ingrid. Hast es toll geschrieben; noch viel Erfolg damit!
B: Meine Freundin, die im Winter in Spanien lebt, wollte es unbedingt lesen und ist begeistert!
D: I hab scho a Kritik ghört: es soll sehr guat sein!
C: Ich hab’s meiner Freundin nach Tirol geschickt. Die will jetzt unbedingt auch ins Südburgenland auswandern!
M: Ich schenk’s einer Freundin mit Burn-out und halbseitiger Gesichtslähmung – sie kann’s brauchen.
A: Meine Nachbarn wollten schön langsam ins Südburgenland ziehen. Nachdem sie dein Buch gelesen haben, wissen sie wie’s geht und haben’s jetzt ganz eilig!
T: Ganz liab gschriebn! Als obst mit mir redn tätst!
E: Selten so amüsiert! Wenn jemand die Mentalitäten der Landbevölkerung in Kontrast zur vermeintlichen Realität der Stadtbevölkerung auf unglaublich liebenswürdige Weise geschildert bekommen mag, wenn jemand das romantische Landleben als Selbstversorger so unglaublich ungeschminkt real erleben will - bitte sehr! Hier ein wirklich schöner Erlebnisbericht, mit viel Humor, Liebe und Erfahrungslernen auf Papier gebracht.
E: Spannend ist es. Und ein bissl weinen hab ich auch müssen.
http://www.welcometofreedom.at/aussteiger-fuer-anfaenger/
H: Meine Arbeitskollegin ist ganz fertig. Die träumt schon seit Jahren von so einem Leben!
I: Am schönsten finde ich, dass ihr gemeinsam denselben Traum lebt!
A: Hab’s gleich verschlungen!
http://co-li-bri.net/2015/05/01/aussteigen-fur-anfanger-einwandern-im-sudburgenland/