Juni 14

Die 250 Heupackeln sind eingebracht, der Muskelkater abgeklungen. Die Schafe haben sich so über das frische Heu gefreut, dass gleich unser zehntes Baby DIECI auf die Welt kam. Auch Emily scheint es ernst mit dem Nachwuchs zu meinen und sitzt seit ein paar Tagen konsequent auf ihren Enteneiern. Emil fühlt sich ein bissl verloren, so allein durch den Garten zu watscheln, nützt aber seine Single-Zeit - nein, nicht zum Fußballschauen, sondern -  für ausgiebige Bäder und Federnpflege. 
Himbeeren sind die neuen Erdbeeren: heuer haben sie sich prächtig entwickelt und erfreuen uns bis jetzt schon mit 40 Kilo als Eis, Creme, Torte, Essig,
Marmelade und dem himmlischesten Himbeersaft. Bei den Supermarktpreisen von €16 wären wir bald Himbeer-Millionäre; hoffentlich geht sich das mit der zukünftigen Millionärssteuer aus...

Mai 14

Noch einmal ein Blick auf Nachbars (diesmal sogar) Soja-Acker: weil ihm das Pflügen quer zum Hang zu mühsam ist, fährt er seit Jahrzehnten längs den Hang runter. Dass es ihm bei jedem größeren Regenguss die obere Erdschichte wegschwemmt bis in den Wald des nächsten Nachbarn und weiter auf unsere Schafweide, kümmert ihn nicht. Der Gatsch mit dem abgeschwemmten Dünger liegt eh bei unseren Schafen - und weiter unten im Dorf wundert man sich über Muren!
 
Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr das geknechtete Feld übernehmen können und dann Wiese und Weide darauf ansäen können.
Das Positive bei diesem herrlich feucht-schwülen Wetter: es wächst und wächst. Arthur ist unser Maß:
 
wenn ihm der Mangold über den Kopf wächst, ist es Zeit für Mangold-Auflauf, Mangold-Strudel, Mangold mit Spiegelei. Wenn das Gras Arthurs Höhe erreicht, ist es Zeit zum Mähen. Zum Heumachen müssen wir nur noch auf 5 heiße Tage warten, damit wir die Heuballen ins Trockene bringen.

April 14


Alles läuft rund: Schäfchen „Nove“ Nummer 9 wurde als Osterüberraschung geboren, Kaninchen vervielfältigen sich und wir müssten uns auch teilen, um alle Frühjahrsarbeiten rechtzeitig zu schaffen. Die Witterungsbedingungen sind ja ideal für unser junges Gemüse und das Unkraut. Auch tausende Raupen fühlen sich sehr wohl auf unseren Kirsch-, Apfel-, Birnbäumen und Rosen. Alle Blätter haben sie an- bis abgefressen. Die Biester haben von mir schon eins drüber gekriegt mit Brennnessel-Wasser, Brennnessel-Jauche und Rhabarber-Tee. Sehr beeindruckt waren sie nicht. Insektengift würden ihnen zwar den Garaus machen, aber dafür auch unseren Bienen und den anderen Nützlingen schaden und ein anderes Ungleichgewicht bewirken…
Die Nachbar-Bauern führen’s uns ja vor, wie’s nicht geht: Den Boden möglichst solange behandeln, bis nix mehr wächst:
Könnt ma eigentlich den alljährlichen Kukuruz auch auf an Plastiksackerl anbauen, oder? Der abgewandelte Greenpeace-Spruch: Wenn das letzte Unkräutl welk ist, die letzten Bienen am Boden liegen, der letzte Kukuruz mutiert ist, werden sie dann merken, dass man Geld nicht essen kann?

März 14

Heuer blüht alles schon 4 Wochen früher als voriges Jahr, eine Woche früher als „normal“. Täglich ein neues optisches Erlebnis: Palmkatzerln, Forsitien, Schlehen,
 
Wildkirschen, Pfirsich,
 
Ranunkel und heute noch die Zwetschken. Alles duftet und summt von unseren Bienen.   
Einen neuen Kaninchenversuch gibt es wieder: nachdem es mit Cappuccino nix geworden ist, versuchen wir’s mit Cafelatte – richtig, er ist weiß und braun.

Feber 14

Hab in diesem Monat schon so viel geschrieben – ausnahmsweise mal nicht im blog, sondern an meiner Aussteiger-Buchidee. Lasst euch überraschen!
Trotzdem einige Impressionen nach der langen Schnee-Eis-Regen-Phase, wo unsere Enten endlich den großen Teich beschwimmen können
und die Schafe die ersten grünen Halme finden.
 

Jänner 14

Wie gewünscht kam am 24. der erste Schnee – allerdings Jänner! Einige Pflanzen hatten schon zur Blüte angesetzt,
Knospen befanden sich in Warteposition wie sonst im März. Und dann überraschte sie doch noch die Kälte. Bei unserem Job ist man halt voll den Wetterkapriolen ausgesetzt, also mit Ernte, Einkommen und Auskommen den Launen der Natur ausgeliefert. Eigentlich wie die Bienen – die haben den verlängerten Herbst durchgearbeitet, statt sich fürs Frühjahr zu schonen. So haben wir wieder mal 2 von 5 Bienenstöcken leer vorgefunden.
Die Katzen haben sich vorsorglich ihr dickes Fell aufgehoben, stärken sich für alle Fälle an den kleinen Nagern im Stall und am Misthaufen. Trotzdem erwarten sie täglich ihre Ration vor der Terrassentür
 – um sich dann erschöpft im Körbchen zu wärmen.

Dezember 13

Happy Family zu Weihnachten:
Pünktlich zu unserem Lieblingsfest, der Wintersonnenwende, wurden nach Cinque und Sei auch Sette und Otto geboren. Endlich Zwillinge – und das gleich im Doppelpack. Die zwei Großen wurden zur Weihnachtskekserlsaison mit der Hinterseite in weiße Schokolade getaucht! Scherz! Sind auch so süß genug!