Juli 13

Die Übeltäter sind in einer nächtlichen Taschenlampen-Verfolgungsjagd gefunden – die Reue und Versprechungen groß, dass es zu keinen Überfällen mehr kommt.
Das Positive überwiegt bzw. überwuchert uns ja: Riesenernte an Himbeeren und Zwiebel, nette Mengen an Mohn, Kohlrabi und Kraut. Aber auch über Exoten wie Apfelbeere,
Physalis und Luffagurke
trauen wir uns drüber – und sei’s nur um nächstes Jahr wieder Saatgut zu haben. Bei den Hühnern hatten wir heuer noch keinen Nachwuchs, aber Emily sammelt schon fleißig ihre Eier
und bei der Hitze dürfte die Brüttemperatur ja leicht erreicht werden, damit wir doch noch Entenküken bekommen.

Juni 13

Hochs und Tiefs nicht nur beim Wetter. Die Erfolge konnten wir bei der Heuernte (300 Ballen) und der Erdbeerernte (100 - ja, einhundert Kilo) verzeichnen.
Nicht so problemlos war wieder mal der Maschineneinsatz mit mehreren Pannen an den zahlreichen Geräten, die eben fürs Heumachen nötig sind. Aber der größte Schock war der Überfall eines Hundes, der mitten in der Nacht unbemerkt zwei Hasenställe aufgebissen und 9 Hasen getötet hat. In der Früh den Anblick des Massakers inklusive Fußspuren im Lehmboden
werden wir nie vergessen. Der Täter und seine Herkunft sind unbekannt; umso größer die Unsicherheit, ob und wann er wieder zuschlägt… Schon deprimierend, dass Leute nicht auf ihre Hunde aufpassen können und anderen damit Schaden zufügen!

Mai 13

Die feuchtwarme Witterung hat uns heuer zwar noch kein Badewetter, dafür aber herrliches Pflanzenwachstum gebracht. Sieben Kilo Erdbeeren an einem Tag sind ja nicht schwach; natürlich nur durch tägliches Jäten in den letzten 6 Wochen in BIO-Qualität zu erreichen.



Drei Generationen arbeiten an einem Projekt, nämlich einem neuen Pool. Bis der Sommer endlich kommt, sind sie bestimmt fertig!

April 13


Heute mal was Kritisches: die ganze Welt macht sich Sorgen um die Umwelt, die überzogene Landwirtschaft und Giftstoffe in unserer Nahrung - nur unser Landwirt-Nachbar schert sich im wahrsten Sinne einen Dreck!
 
Bei Sturmböen bis 80 km/h in unsere Richtung sät er sein Insektizid-gebeiztes Maissaatgut mit unweigerlicher Gift-Staubfahne direkt neben unserem Bio-Acker. Dass davon als erstes Alarmsignal die Bienen sterben, hat wohl jeder - außer subventions-verbildeten Großbauern, den Agrarindustriellen, der Pharmalobby und dem Minister - schon gehört. Dass davon andere Insekten, Tiere und schlussendlich die Menschen betroffen sind, dürfte in manchen Hirnen nur sehr langsam sickern. Uns hat es extrem aufgeregt, dass sich auch niemand für zuständig hält, dieser Sauerei Einhalt zu gebieten. Einen kleinen Beitrag können alle hier leisten: http://www.gruene.at/themen/umwelt/rettet-die-bienen

März 13

Amsel, Drossel, Fink und Star – alle Vögel sind schon auf unserem Misthaufen und am Futterhäuschen.
Besonders bei dem mühsam-langen Winter freuen sich Rotkehlchen, Rotschwanzerl, Grünling, Bachstelze, Krähen und Fasane über unsere Labestellen. Wenigstens die Ornitologie beschäftigt uns, wenn wir wegen Schneetreibens im Garten noch nicht viel machen können.
Mit dem Glas- (bzw. Plastik-)haus, das ich im Herbst von Manuela und Michi geschenkt bekam, wusste ich zuerst gar nichts anzufangen.

Ein paar Samen im Oktober und Rolladen zu – und siehe da – seit ein paar Wochen können wir frischen Vogerl- und Ruccolasalat essen, der Knoblauch wächst und die Uhudlerweinreben haben ein geschütztes Platzerl zum Anwurzeln. Doch eine praktische Erfindung!

Februar 13


Pferdefleisch essen wir hier nicht – denn bei uns kommt nur auf den Teller, was wir auch selbst produzieren. Das Naserümpfen mit „Was, ihr esst eure eigenen süßen Tiere?“ werden wir in der Zukunft sicher seltener hören. Unsere Kaninchen, Schafe, Enten und Hühner haben ein glückliches - wenn auch kurzes - Leben und einen schnellen Tod – und wir ein schmackhaftes, naturbelassenes Fleisch ohne Hormone, Antibiotika und Transportkilometer rund um den Globus.
Wie oft haben wir zwei Weberbauern uns in den letzten Jahren schon angeschaut und gesagt: “Wir sind genau auf dem richtigen Weg!“?

Jänner 13


„Baum fällt!“ hieß es gleich drei Mal Anfang des Monats. Nach mühevoller Hack- und Sägearbeit sollen die Kleinteile in zwei Jahren unseren Ofen heizen. Selbstverarbeitet soll ja Holz mehrmals wärmen!
Die Schneedecke hat endlich auch mal uns im Süden erreicht. Herrlich weiße Glitzerlandschaft -
bei Vollmond auch zum Lesen hell genug! Wir flitzten mit dem Bob den Hang runter, die Katzen spielen mit den Schneebällen, die Enten versuchen im Pulverschnee zu schwimmen – nur die Schafe und Hühner setzen ihre Füße lieber nicht in das verdächtige weiße Zeug da.