Gerhard hat sich zwei neue Nebenberufe ausgesucht: Nr. 1 ist Jäger! In 2 Wochen hat er im Stall 25 Mäuse gefangen; eine mit der Hand, worauf sie an Herzinfarkt verstorben ist (echt!) und die anderen mit der Falle. Die süßen Kleinen hatten sich an die Futtersäcke rangemacht und kiloweise Vorräte verspeist und verschleppt! Nr. 2 wird schon bald Imker sein. Einen Einführungskurs hat er schon belegt und ist nun fleißig am Tischlern für die Bienenstöcke. Sollen ja die Vegetation in der ganzen Gegend befruchten, nicht übermäßig viel Arbeit machen aber bis zu 40kg Honig pro Jahr produzieren!
Damit wird unser Tierbestand in die Tausende gehen... Kaninchennachwuchs von Liesl ist eingetroffen: 6-7 kleine nackte Wesen strampeln und piepsen im Nest – Genaueres lässt sich noch nicht sagen. Bruni und Silva konnten sich irgendwie dem Charme des Rammlers entziehen und nicht schwanger werden – hoffentlich klappt’s beim nächsten Mal!
Februar 10
Zwei Jahre Erfahrung mit Hühnerhaltung und ich muss sagen – die sind problemlos, eine lustige Unterhaltung und auch noch ertragreich: 2000 Eier im letzten Jahr bei 4, ansteigend auf 10 Hendln. Besonders das Ausbrüten der Kleinen war eine tolle Geschichte für uns. Für den Geschmack der eigenen Hühner werden wir noch immer gelobt; auf die hübschen Nachkommen sind wir selbst sehr stolz: Maxi und Schopfi sind ja locker doppelt so groß wie ihre Mütter, schauen gesund und kräftig aus.
Maxi mit Mutter und Bruder August (v.li.)
Wintersport hat sich bei dem vielen Schnee voll ausgezahlt: unsere hauseigene Langlaufloipe haben wir ausreichend nutzen können – mit anschließendem Liegestuhlstopp auf der Sonnenterrasse, versteht sich. Mit oder ohne Jagatee,
auf jeden Fall keine DJ-Zwangsbeglückung. Ach ja, und danach ab in die Sauna (heute wegen des Safer-Internet-Tages ohne Nacktfotos...).
Wintersport hat sich bei dem vielen Schnee voll ausgezahlt: unsere hauseigene Langlaufloipe haben wir ausreichend nutzen können – mit anschließendem Liegestuhlstopp auf der Sonnenterrasse, versteht sich. Mit oder ohne Jagatee,
Jänner 10
Pläne, Pläne, Pläne. Wir freuen uns schon auf die neuen Projekte, die da wären:
- der untere Teil unseres Grundstücks ist das ganze Jahr über so feucht, dass Gerhard dort kaum mit dem Traktor mähen kann. So würde sich eine alternative Bewirtschaftung anbieten, z.B. eine Christbaumanpflanzung, was wegen des regen Wildwechsels einen Wildzaun, Stützen, etc. benötigen wird.
- Gemüsegarten muss heuer ernsthaft angegangen werden, frei nach dem Hianzn-Gedicht: A Haisl muiß a Gartl hom, a Gartl und an Zaun, und wann dei Haisl koa Gartl hot, oft sulltst da gschwind oans baun! Also muss der Garten abgesteckt werden, vermessen, Holz bestellt und der Zaun gebaut werden – am liebsten so einen altvatrischen Holzzaun.
- Die Förderung für die Photovoltaikanlage ist nach nervenzerfetzender Wartelistenaufrückung nun doch genehmigt worden. Also bekommen wir noch im Frühjahr die Kollektoren aufs Hausdach gestellt, um unseren eigenen Strom produzieren zu können. Die Arbeit wird zwar die Profi-Firma erledigen, wir sind aber trotzdem schon aufgeregt wegen der neuen Hi-Tech Ausstattung, die wahrscheinlich für den Klimawandel global mehr bringt als ganz Kopenhagen ;-(
- der untere Teil unseres Grundstücks ist das ganze Jahr über so feucht, dass Gerhard dort kaum mit dem Traktor mähen kann. So würde sich eine alternative Bewirtschaftung anbieten, z.B. eine Christbaumanpflanzung, was wegen des regen Wildwechsels einen Wildzaun, Stützen, etc. benötigen wird.
- Gemüsegarten muss heuer ernsthaft angegangen werden, frei nach dem Hianzn-Gedicht: A Haisl muiß a Gartl hom, a Gartl und an Zaun, und wann dei Haisl koa Gartl hot, oft sulltst da gschwind oans baun! Also muss der Garten abgesteckt werden, vermessen, Holz bestellt und der Zaun gebaut werden – am liebsten so einen altvatrischen Holzzaun.
- Die Förderung für die Photovoltaikanlage ist nach nervenzerfetzender Wartelistenaufrückung nun doch genehmigt worden. Also bekommen wir noch im Frühjahr die Kollektoren aufs Hausdach gestellt, um unseren eigenen Strom produzieren zu können. Die Arbeit wird zwar die Profi-Firma erledigen, wir sind aber trotzdem schon aufgeregt wegen der neuen Hi-Tech Ausstattung, die wahrscheinlich für den Klimawandel global mehr bringt als ganz Kopenhagen ;-(
Dezember 09
Ja, der Eierlikör war ein Renner. Jetzt wo die Hendln noch brav Eier legen hab ich ja genug Ressourcen. Laut Vorjahrsstatistik waren nämlich der April und der November die stärksten Monate; Dezember auch nicht schlecht. Aber ab exakt 1. Jänner hatten unsere Mitarbeiterinnen die Eierlegarbeit niedergelegt und sich für ein paar Wochen nur mehr der Schönheit gewidmet – sprich Mauser. Seit der selige Anton nicht mehr ist, und auch die drei Junghähne gebacken wurden, dachten wir, dass es die Hühner bei Jung-August etwas gemütlicher haben werden. Weit gefehlt: da er noch nicht so versiert ist wie sein Vorgänger, muss er die Mädls immer erst quer durch den Hühnerhof jagen um sie zu erwischen. Kein Wunder, dass alle knackige Schenkerln haben! Wildhühner sagt man dazu; hatten alle sehr muskulöses Fleisch, etwas dunkler und wesentlich geschmackvoller als die armen Artgenossen aus der Hendlfabrik.
Die Erntesaison für Topinambur hat gerade erst begonnen.
Diese Erdknolle kann den ganzen Winter über geerntet werden, solange der Boden halt frostfrei ist. Sie ist extrem gesund (wegen des Inulingehalts besonders für Zuckerkranke), ballaststoffreich und kalorienarm. In der Küche leicht zu verarbeiten als Rohkost, Suppe, Püree, Chips oder Gemüsebeilage. Unter der Erde warten noch ca. 100kg auf euch!
Unser Einzug ins neue Haus jährt sich dieser Tage zum ersten Mal und wir können auf ein arbeitsreiches, trotzdem entspanntes Jahr zurückblicken.
Ein Jahr mit wesentlich weniger Autofahrten, Ausgaben aber auch Einnahmen. Unterm Strich ergibt sich für uns – besonders für Gerhard nach 30 Jahren Berufstätigkeit, stressigem Arbeitsalltag, hektischem Großstadtleben, Parkplatzsuche, Lärm und Menschenmengen - ein extrem angenehmer Lebensstil in absoluter Ruhelage,
unmittelbarem Kontakt zu Natur und Tieren sowie ausgesucht netten Menschen. Geld, Urlaub, Oper, Sushi gehen uns nicht ab, angesichts der einfachen und positiven Lebensweise hier (o.k. Sushi manchmal schon).
NEU:
Zu Winterbeginn fanden wir einen Wechsel der Fototapete in unserem Wohnzimmer passend.
Weihnachten war bei uns Stressless Christmas: wegen der trockenen Luft im Haus hat sich auch der Aufwand mit dem Aufputz auf einen Likörflascherlträger (siehe unten) reduziert. So blieb uns genug Zeit für ausgedehnte Spaziergänge bei Temperaturen von minus 15 bis plus 18 – innerhalb einer Woche.
Jürgen kam genau richtig zum Weihnachtskaffee auf der Terrasse. Arthur bekam von Opa ein selbstgebasteltes Schaukelschaf.
Wir blicken zurück auf ein Jahr voller harter Hausbau- und Bauernarbeit, Entspannungsphasen beim Lesen und Basteln, viel Freude und neuen Erfahrungen mit den Tieren, Besuche von alten und neuen Freunden. Für das kommende Jahr haben wir schon wieder spannende Pläne, Projekte und Ideen – lasst euch überraschen!
Die Erntesaison für Topinambur hat gerade erst begonnen.
Unser Einzug ins neue Haus jährt sich dieser Tage zum ersten Mal und wir können auf ein arbeitsreiches, trotzdem entspanntes Jahr zurückblicken.
NEU:
Zu Winterbeginn fanden wir einen Wechsel der Fototapete in unserem Wohnzimmer passend.
November 09
Wir gratulieren dem neuen Mieter: Norbert hat sich entschieden unser Bauernhaus zu mieten/kaufen. Wir hoffen, er fühlt sich dort wohl und möchte dort gar nicht mehr ausziehen.
Advent steht vor der Tür und ich bin wieder mal beim Adventkranzbinden.
Advent steht vor der Tür und ich bin wieder mal beim Adventkranzbinden.
Derzeitiger Tierbestand: 3 Schafe, 5 Hasen, 14 Hühner – hält Gerhard immer noch auf Trab, wenn er nicht grade in der Sauna sitzt...
Oktober 09
3 Generationen auf 1 Traktor!
Ein herrlich langer, sonniger, heißer Sommer soll angeblich heute zu Ende gehen. Wahrscheinlich weil wir nicht – wie all die früheren Jahre immer – auf Urlaub (Urlaub? Was ist das?) waren, kam uns die Schönwetterperiode besonders lang vor. Wir haben’s genossen: jeden Tag Frühstück auf der Terrasse, gefolgt von unseren diversen Wiesen-, Weiden- oder Feldarbeiten. Auch die klaren Nächte sind im Südburgenland eine Attraktion: so viele Sterne wie man sie sonst nur mehr in Australien sieht. Fragt mal Martina und Thomas – die haben hier das erste Mal in ihrem Leben die Milchstraße gesehen. Das günstige Klima lässt in unserer Region Kiwis, Kakis und andere Exoten gedeihen.
Bei uns wachsen Topinambur in den Himmel (4 Meter – ehrlich) und
die Feigen in den Mund!
NEU:
Unser zweiter Markttag war charakterisiert von kaltem Wetter, heißem Glühwein und herzerwärmenden BesucherInnen. Ein Tag voller netter Gespräche und köstlicher Palatschinken.
Gerhard hat sich auch in anderer Weise selbst übertroffen: unser Haus ist fertig! Fix und fertig, inklusive Sauna. Die war vor dem Winter noch schnell das Tüpfelchen am i.
Beheizt wird sie mit ein paar Scheitln Holz im Holzofen – billig und schnell. Die Abwärme wird in unserem Energiesparhaus sogar noch in die Heizung geleitet...
Viechermäßig dezimieren wir uns mit Einbruch der kalten und futterlosen Jahreszeit um einiges. Von den Kaninchen bleiben nur 3 Weibchen und 1 Stammhalter und von den Hühnern mussten wir den schönen Anton schon dem Suppentopf opfern. Er hat es mit seinem Harem zu bunt getrieben: die braven Hühner hatten keine Federn mehr am Rücken vor lauter Liebe. Jetzt können sie schnell noch vor der Kälte nachwachsen – Eier legen werden die Fleißigen ja auch ohne Hahn. Bis zum Frühjahr sollten dann auch unsere Junghähne schon für Küken sorgen können. Übrigens: schon mal einen Junghahn im Stimmbruch gehört?
Einen Falken direkt vor dem Fenster seine Beute verstecken gesehen? Eichelhähern beim Streiten zugehört? Die Wunder der Natur direkt vor unserer Nase...
Unser zweiter Markttag war charakterisiert von kaltem Wetter, heißem Glühwein und herzerwärmenden BesucherInnen. Ein Tag voller netter Gespräche und köstlicher Palatschinken.
Gerhard hat sich auch in anderer Weise selbst übertroffen: unser Haus ist fertig! Fix und fertig, inklusive Sauna. Die war vor dem Winter noch schnell das Tüpfelchen am i.
Viechermäßig dezimieren wir uns mit Einbruch der kalten und futterlosen Jahreszeit um einiges. Von den Kaninchen bleiben nur 3 Weibchen und 1 Stammhalter und von den Hühnern mussten wir den schönen Anton schon dem Suppentopf opfern. Er hat es mit seinem Harem zu bunt getrieben: die braven Hühner hatten keine Federn mehr am Rücken vor lauter Liebe. Jetzt können sie schnell noch vor der Kälte nachwachsen – Eier legen werden die Fleißigen ja auch ohne Hahn. Bis zum Frühjahr sollten dann auch unsere Junghähne schon für Küken sorgen können. Übrigens: schon mal einen Junghahn im Stimmbruch gehört?
Auch VIPs kommen in unsere Ecke - Jürgen, zum Beispiel, mit dem Hubschrauber ;-)
September 09
An den wachsenden Blog-Schreibintervallen erkennt ihr, dass Aussteiger nicht sehr häufig Musestunden haben um sich mal in Ruhe vor den Computer, geschweige denn in den Liegestuhl zu setzen: die Herbstheumahd ist eingebracht und auch schon verkauft – war, nach den vielen Anrufen auf das Zeitungsinserat zu urteilen, sehr begehrt! Die Erdäpfel alle (händisch) ausgegraben: die Ernte heuer (auf 1kg Gesetzte: 3kg Geerntete) leider nicht annähernd so gut wie im Vorjahr (1:10)! Schmecken trotzdem sensationell – richtig nach Erdäpfel! Auch ausverkauft! Gerhard hat den leeren Acker gepflügt und geeggt und darauf gleich Klee gesät, damit wir fürs nächste Jahr schon den Un-, pardon, Beikräutern zuvorkommen.
Die – mittlerweile – Junghühner sind jetzt endlich so dick geworden, dass sie sich nicht mehr jeden Morgen durch den Maschendraht zwängen können und sich frei in der Umgebung herumtreiben. Ich hab’s ihnen ja gegönnt, dass sie sich in Ruhe (nicht von den Großen belästigt und verscheucht) über unsere Heuschrecken und anderes Getier hermachen konnten, aber abends haperte es halt immer an ihrem Orientierungssinn. Sie haben einfach nicht mehr in den Stall gefunden, wo sie sich beizeiten ihren Schlafplatz auf der Stange sichern hätten sollen. Entweder versuchten sie’s über die Hasen- oder Menschentür, von oben übers Heu oder versteckten sich hinter den Oleandern. Eine abendliche Such- und Jagdpartie für uns – und sie rennen schon schneller als wir! Ach ja, von den sechs sind wahrscheinlich vier (!) Hähne – dem fortgeschrittenen Kammwachstum nach. Glück für den Suppentopf aber Pech für die Eierleistung nächstes Jahr :-(!
Der nächste Markttag steht schon fest: Sonntag, 18.10, 10-16h am alten Bauernhof. Die meisten Möbel sind schon verkauft, aber im Lager stapeln sich über 100 Gläser und Flaschen mit Selbstgepflücktem und –eingemachtem: Waldbrombeermarmelade, Powidl, Hollerbeerensaft, Weinbergpfirsich in Cognac, Kürbis-Chutney, u.v.a. Bei den fünf anderen Ausstellern gibt’s wieder Kräuterprodukte, Seifen, Kindersachen, G’wand, Kunst, Kitsch und andere Schätze. Diesmal neu: „Gerhards Palatschinken“ mit Eierlikör oder Marmeladen-Füllung.
Die – mittlerweile – Junghühner sind jetzt endlich so dick geworden, dass sie sich nicht mehr jeden Morgen durch den Maschendraht zwängen können und sich frei in der Umgebung herumtreiben. Ich hab’s ihnen ja gegönnt, dass sie sich in Ruhe (nicht von den Großen belästigt und verscheucht) über unsere Heuschrecken und anderes Getier hermachen konnten, aber abends haperte es halt immer an ihrem Orientierungssinn. Sie haben einfach nicht mehr in den Stall gefunden, wo sie sich beizeiten ihren Schlafplatz auf der Stange sichern hätten sollen. Entweder versuchten sie’s über die Hasen- oder Menschentür, von oben übers Heu oder versteckten sich hinter den Oleandern. Eine abendliche Such- und Jagdpartie für uns – und sie rennen schon schneller als wir! Ach ja, von den sechs sind wahrscheinlich vier (!) Hähne – dem fortgeschrittenen Kammwachstum nach. Glück für den Suppentopf aber Pech für die Eierleistung nächstes Jahr :-(!
Der nächste Markttag steht schon fest: Sonntag, 18.10, 10-16h am alten Bauernhof. Die meisten Möbel sind schon verkauft, aber im Lager stapeln sich über 100 Gläser und Flaschen mit Selbstgepflücktem und –eingemachtem: Waldbrombeermarmelade, Powidl, Hollerbeerensaft, Weinbergpfirsich in Cognac, Kürbis-Chutney, u.v.a. Bei den fünf anderen Ausstellern gibt’s wieder Kräuterprodukte, Seifen, Kindersachen, G’wand, Kunst, Kitsch und andere Schätze. Diesmal neu: „Gerhards Palatschinken“ mit Eierlikör oder Marmeladen-Füllung.
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